Wer sich ungefragt verteidigt, klagt sich an!

Genau diese Redensart passt auf die „kurze Mitteilung“, die am 5. April vom Direktor der Deutschen Schule von Guatemala versandt wurde. Diese Redensart bedeutet, dass die Person, die versucht, ihr Fehlverhalten zu rechtfertigen, warum und weshalb sie auf diese oder jene Weise gehandelt hat, ohne dass sie dazu aufgefordert war. Es handelt sich dabei um einen der meist zitierten Sprüche der Geschichte. Diese Mitteilung verschickte er, nachdem er am vergangenen 3. April auf der Anklagebank des IV. Mehrpersonen-Friedenstrafgerichts von Guatemala wegen der Delikte der Misshandlung gegen Minderjährige und des kontinuierlichen Ungehorsams saß.

Es ist schon seltsam, wenn der Direktor sich “angegriffen” fühlt, während er wegen verschiedener Delikte verurteilt wurde, wie aus den Urteilen verschiedener Behörden des Landes und aus den gegen ihn laufenden Prozessen hervorgeht.

Wie uns einmal der Präsident der Asociación sagte: Wer nichts schuldet, braucht auch nichts zu fürchten, und so war es auch, denn im Urteil wurde unwiderlegbar nachgewiesen, dass unser zweiter Sohn sowie andere zwei Schüler der Schule, aus der Schule verwiesen, verleumdet und ungerecht bestraft wurden, mit dem Vorwand, einen Präzedenzfall für die Bildungsgemeinschaft in Bezug auf die vom Direktor ausgeübte Autorität und Disziplin zu setzen.

Nun ist er an der Reihe; seine Unterschrift auf den diffamierenden Rundschreiben wird bewiesen, ebenso die Missachtung der richterlichen Beschlüsse, unseren Sohn auf rechtswidrige und missbräuchliche Art verhört zu haben, mit der Absicht, ihn Taten gestehen zu lassen, die er nicht begangen hat, sowie immer wieder gerichtliche Beschlüsse nicht zu befolgen, gegen das Menschenrecht auf Bildung zu verstoßen, das Recht auf Verteidigung und Unschuld und die verfassungsrechtliche Garantie auf einen ordnungsgemäßen Prozess verletzt  zu haben.  Sein Verhalten fällt in den Rahmen der Delikte “Schädigungen” (Artikel 144 des Strafgesetzbuches), “Missbrauch gegen Minderjährige” (Artikel 150bis des Strafgesetzbuches), “Veröffentlichung von Beleidigungen” (Artikel 165 des Strafgesetzbuches), “Illegale Festnahme” (Artikel 203 des Strafgesetzbuches), “Usurpation von Funktionen” (Artikel 335 des Strafgesetzbuches)  “Zwangsausübung” (Artikel 214 des Strafgesetzbuches), Verleumdung und kontinuierlicher Ungehorsam. Den Grad der Einbeziehung der anderen Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrat, die an diesen Verbrechen teilgenommen haben, WIRD AUCH BALD FESTGESTELLT.

Die Rechtslage war seit Beginn klar, denn schwere Delikte gegen Minderjährige haben ernste Konsequenzen. Jedoch verharrt dieser Herr in der Position des Opfers, kennt keinen Respekt und noch viel weniger Demut, und will seine Fehler nicht zugeben oder sie korrigieren. Er steht nicht über dem Gesetz von Guatemala und muss es respektieren, aber er tut es nicht, und in seiner Mitteilung möchte er die Eltern überzeugen, dass er die Bildung von Werten in der Schule fördert.

Vielleicht findet man die Erklärung in der Psychologie, bei der Transaktionsanalyse:

Existenzielle oder psychologische Position laut der Transaktionsanalyse:

Die existenzielle Position ist das Konzept, das eine Person von sich selbst hat in Bezug auf die anderen. Dabei gibt es vier Positionen.

Die dritte Position ist: Ich bin in Ordnung / Du bist nicht in Ordnung (OK / NoOK).- Dies nennt man eine paranoide Position, die Person findet Fehler in den anderen, um sich gut zu fühlen, sie hat ein Gefühl der Überlegenheit und wenn etwas schief geht, sucht sie Schuldige. Edward de Bono erklärt in seinem Buch “Yo estoy bien, tu estas mal” bezüglich dieser existenziellen Position: in dieser Position hat der Betroffene ein gutes Selbstbild, er bewertet sich gut, sieht aber andere in einer negativen Position; er denkt, dass die Menschen in seiner Umgebung ihm Schaden bereiten oder bereiten könnten, ihn als schlecht betrachten, und sie sind die Schuldigen seiner Probleme; alles wäre in Ordnung, wenn es nicht wegen ihnen wäre, alles läuft schief wegen der anderen; er ist das Opfer und der Verfolgte. Das Verhalten der paranoischen Merkmale fällt in diese Position.

Oder vielleicht einfach, wie er sagte: “Ich gehorche nicht den Gerichten der Indianer”

„Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber gründlich“

Notificación Breve Aclaración - Kurze Erklärung DSG

Das vierte Gericht erster Instanz für Kinder und Jugendliche des Stadtbezirks von Guatemala, das vom ehrenvollen Berufungsgericht für Kinder und Jugendliche bestätigt und das wieder vom Verfassungsgericht bestätigt wurde, erklärte auf Grundlage der vorgelegten Beweise, dass gegen das ordentliche Verfahren verstoßen wurde, dass die dem Jugendlichen auferlegte Strafe rechtswidrig war und dass das Verfahren weder in Übereinstimmung mit der Disziplinarordnung der Deutschen Schule von Guatemala noch mit der des Bildungsministeriums war und dass die Schule dem Minderjährigen und seinen Eltern nicht die Gelegenheit gab, sich zu verteidigen und die Entscheidung anzufechten.

Das Urteil fügt hinzu, dass “…die Deutsche Schule von Guatemala die Grenzen überschritten hat in Bezug auf die Korrektur und dass das Recht auf Bildung des Schülers ignoriert und verletzt wurde.” Im Urteil steht weiter “als ob dies wenig wäre, veröffentlichten die Schulbehörden den Vorfall und gaben die Verweisung aus der Schule des Jugendlichen der Schulgemeinschaft zur Kenntnis, was das Recht auf Verteidigung und Unschuld verletzte, denn dadurch wurde zweifellos das Ansehen des Minderjährigen verletzt, ohne vorher bestellt, gehört oder verurteilt worden zu sein…”.

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